»Mind Control« von Stephen King

12:18

In Zimmer 217 ist etwas aufgewacht. Etwas Böses. Brady Hartsfield, verantwortlich für das Mercedes-Killer-Massaker mit vielen Toten liegt seit fünf Jahren in einer Klinik für Neurotraumatologie im Wachkoma. Seinen Ärzten zufolge wird er sich nie erholen. Doch hinter all dem Sabbern und In-die-Gegend-Starren ist Brady bei Bewusstsein – und er besitzt tödliche neue Kräfte, mit denen er unvorstellbares Unheil anrichten kann, ohne sein Krankenzimmer je zu verlassen. Ex-Detective Bill Hodges, den wir aus Mr. Mercedes und Finderlohn kennen, kann die Selbstmordepidemie in der Stadt schließlich mit Brady in Verbindung bringen, aber da ist es schon zu spät.

Gespannt wie ein Flitzebogen war ich auf den finalen Band der Bill-Hodges-Trilogie. Wie in seinen anderen Werken auch, lässt sich Stephen King auch hier wieder alle Zeit der Welt, um die Charaktere vorzustellen, lässt sie in ihrer heilen Welt agieren, doch dann dauert es bekanntlich nicht lange, bis sich das Böse zeigt.
Seit dem Mercedes-Massaker, liegt Brady Hartsfiel im Wachkoma, viele wollen ihn verurteilt sehen, doch dazu kommt es nicht. Entweder durch den Schlag von Holly oder durch die illegal verabreichten Medikamente von Dr. Babineau - oder sogar durch beides, hat Brady Hartsfield eine neue Fähigkeit erlangt.

Ich war sehr gespannt auf diesen Band, bin aber doch ein wenig enttäuscht. Ich hätte mir so viel mehr von diesem Abschluss erwartet. Allein schon, dass es eine gefühlte Ewigkeit dauert, bis Stephen King die Geschichte ins Rollen bringt, vergeht gut die Hälfte des Buches und erst auf dem letzten Drittel nimmt die Geschichte so richtig an Fahrt auf. Aber alles davor ist ein langsamer Aufbau, der hie und da seine kleinen Hänger hat. Meiner Meinung nach, finde ich die Bezeichnung Selbstmordepidemie ein wenig übertrieben. Ich hatte ein wenig mehr Tote in diesem Buch erwartet. Obwohl Stephen King dafür bekannt ist, keine sauberen Enden zu schreiben, kam es mir jedenfalls so vor, als ob er diesen Roman schnell zu Ende schreiben wollte. Ein Zeitlimit des Antagonisten hätte ganz gut funktioniert, um die anfänglichen Hänger des Romans überdecken zu können. So hat es mir persönlich in der ersten Hälfte einfach an Spannung gefehlt, was wirklich schade ist.

Die Trilogie im Ganzen betrachtet, ergibt dennoch eine wunderbar unterhaltende Geschichte. Für Stephen King-Einsteiger, würde ich sie aber nicht empfehlen, da diese Trilogie nicht Kings beste Arbeit ist, da mir in der Trilogie (trotz der übersinnlichen Elemente zum Schluss hin), das gewisse Etwas in der Atmosphäre gefehlt hat, was Kings vorherigen Romane auszeichnet.

Verlag: Heyne / Seiten: 525 / Genre: Krimi / Einband: Hardcover mit Schutzumschlag / Übersetzer: Bernhard Kleinschmidt / Preis: 22,99€ / ISBN: 978-3-453-27086-2

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