Mittwoch, 22. April 2015

Rezension: Revival von Stephen King


Titel: Revival
Autor: Stephen King
Verlag: Heyne
Seiten: 509
Genre: Thriller/Horror
Einband: Gebunden  mit Schutzumschlag
Preis: 22.99€
ISBN: 978-3-453-26963-7
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Inhalt:
Glaube. Unheil. Abkehr. Sucht. Wissbegier. Besessenheit. Tod. Jenseits. Über den kleinen Jamie legt sich ein Schatten, den er sein Leben lang nicht loswerden soll. Er wird immer mehr in dämonische Versuche eines vom Glauben abgefallenen Predigers verstrickt. Und dann steht das finale Experiment an.
Revival erzählt die Geschichte des Jungen Jamie und des Predigers Charles Jacobs, deren Wege sich von den Sechzigern bis heute auf unglückselige Weise immer wieder kreuzen. Sie steuert auf ein beängstigendes, auswegloses Ende zu, wie es selbst Stephen King bislang nicht zu Papier gebracht hat, und ist gleichzeitig Abrechnung mit dem Religionsfanatismus in unserem hoch technisierten Zeitalter und Verbeugung vor den Größen des klassischen Horrors.


Meinung:
Mit Spannung habe  ich den neuen Stephen King  erwartet. Viel gutes  habe  ich  darüber  gehört, unter anderem, dass Stephen King wieder  zurück zu seinem klassischen Horror  zurückgekehrt  sei. Ob er wirklich  wieder so schreibt  wie  am Anfang, oder  ob es nur  Spannungsmache war, damit  sich das Buch  gut  verkauft - darauf werde ich noch zurückkommen. 

Wie  schon oben erwähnt, habe ich schon sehnsüchtig  auf  das neuste Buch vom Meister  des Grauens  gewartet und  konnte es kaum noch  abwarten, es in meine Hände  zu bekommen  und  mich in eine  Welt zu verlieren, in dem der Wahnsinn an der Tagesordnung steht. 
In Stephen Kings neuem Buch werden einige Themen  aufgegriffen, die  man auch in früheren Büchern von ihm finden kann wie  zum Beispiel Drogenkonsum (Alkohol, Heroinsucht usw.). Man begegnet  Jamie am Anfang der Geschichte, als er im Alter  von sechs Jahren  im Garten mit seinen Spielzeugsoldaten  spielt, als  sich dann plötzlich ein Schatten über  ihn breitmacht  und  er  sogleich  den neuen  Reverend kennenlernt - Charles Jacobs. 
Charles Jacobs ist  mit seiner  Familie - seiner Ehefrau und  seinem Sohn in die kleine Stadt  gezogen  und  hat die Stelle  als Reverend eingenommen. In seiner  Freizeit  bastel er  gerne herum  und  experimentiert  mit Elektrizität, dann und  wann gab es er  das ein oder andere den Kindern zur Schau, die  das ihm dargebotenen fasziniert betrachteten.  Nach einem schrecklichen Unfall, fällt Charles Jacobs  vom Glauben zu Gott  ab und  geht  davon. Ich muss sagen, dass dieser Unfall mal wieder  typisch King  war. Er  kam unerwartet, war  grauenvoll und so erschütternd, dass ich das Buch für einen Moment  beiseite legen musste. Die Bilder  die King  in mir  aufgerufen hatte, ließen es mir  eiskalt den Rücken hinunterlaufen. 

Jamie war schon immer Musikbegeistert  und  spielte schon relativ  früh in einer Schulband, auch später  spielte er  in vielen verschiedenen Bands und wie es nicht  anders  zu erwarten ist, verfällt  er  den Drogen, die  ihm dann später  seinen Platz in der  Band kostete. Als  er  dann wie  durch Zauberhand den vom Glauben abgefallenen Prediger Charles Jacobs  über den Weg läuft, der  Jamie  später  durch Hilfe  der elektrischen Spielereien von seiner  Drogensucht befreit, verfällt  Jamie  für  kurze Zeit  dem Wahnsinn, sieht  Dinge, die  nicht  da sind, Schlafwandelt usw. ... 
Für  mich wurde  es  in diesem Buch  auf  keiner  der  509 Seiten nicht einmal langweilig. Ich vergaß die Welt um mich herum, als  ich dieses Buch  las  und  genau das ist, was ich wollte. Ich wollte  von Stephen King  erneut  in seinen Bann  gezogen werden. Obwohl ich etwas  skeptisch war, nachdem was ich in Der Anschlag lesen musste. Aber  ich glaube, dass liegt  auch an der  relativen Dünne des Buches, hier  bleibt  ihm kaum Zeit  zu sehr abzuschweifen, was  hie  und da vielleicht  mal kurz vorkam, aber  dennoch  war  es so, dass es meinen Lesefluss nicht  weiter  gestört  hatte.

Die Geschichte  nimmt auf den letzten ca. 200 Seiten  dann noch einmal richtig  fahrt auf. Jamie wird  von  Jacobs  mit einem Druckmittel erpresst, mit  dem ich nicht  gerechnet  hatte. Auch das finale Experiment  war  so eine  Sache, an die  ich  nicht  einmal während  des Lesens  geahnt  habe, obwohl es doch nur  sehr  nahe liegt, was ich erst jetzt bemerkte. Das Ende  war  mal wieder  typisch Stephen King, und hier  zieht er wieder  alle  seine Register und  zeigt  was er  kann.

Wer mal wieder auf der Suche  nach einem atmosphärischen Stephen King ist, der  auf  keine Seite  langweilig wird und  nur  so vor Spannung  strotzt, der ist  mit Revival, bestens bedient. Ein King, den ich öfters  lesen möchte und ich hoffe, dass er mir  noch das ein oder andere Mal Gänsehaut  bescheren wird.
4 von 5 Necotres - klasse Buch, kann ich nur  empfehlen!

Kommentare:

  1. Hallo Nico,

    das Buch habe ich schon ganz weit oben auf der WL und deine Rezension macht noch mehr Lust darauf. Ich bin ebenfalls sehr, sehr neugierig und kann's kaum erwarten.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. Ich habe das Buch auch schon bei einigen Lesern im Zug und anderswo gesehen. Jetzt kommt das Buch aber erst einmal auf meine Wunschliste - klingt nach einem richtig guten King!

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  3. Hallo,

    ich habe das Buch auch schon gelesen und fand es im Gegensatz zu dir nicht so wirklich überzeugend. Nicht direkt schlecht, aber ich fand, es hatte gerade in mittleren Teil einige Längen und ich fand es insgesamt bei weitem nicht so spannend, wie ich erwartet habe.

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    1. Hay,
      Geschmäcker sind ja verschieden. Ich fand das Buch wirklich gut, ich hatte zwar im Vorfeld einige Erwartungen an das Buch, aber da dachte ich mir, dass ich diese lieber über Board schweiße und das Buch einfach auch mich wirken lassen sollte. Am Ende wurde ich nicht so enttäuscht wie mit "Der Anschlag".

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    1. Hay,
      sorry ich hatte mich verklickt und habe aus Versehen deinen Kommentar gelöscht.
      Hm, so viele alte Stephen King Bücher habe ich noch nicht gelesen, aber was ich sagen kann, ist dass Revival wirklich lesenswert ist und fast an den älteren Werken nahe kommt. Zumindest, von dem, was ich schon gelesen habe.

      Liebe Grüße,
      Nico ^^

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  5. Hey,
    ich habe Revival vor Kurzem gehört und war ziemlich begeistert, da es mein erster King-Roman war und ich eine vollkommen andere Vorstellung von dieser Story hatte. Jetzt höre ich gerade Doctor Sleep und bin mittlerweile zum "Fan" geworden.
    Ich habe deine Rezension sehr gerne und mit viel zustimmendem Nicken gelesen.

    Liebe Grüße

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    1. Hey,
      es freut mich, dass dir meine Rezi gefallen hat.
      Doctor Sleep ist auch klasse. Ich kann dir "Misery" sehr empfehlen, das war mein erster King gewesen und damit hatte er mit mir eine weitere unschuldige Seele in seinen Bann gezogen :D

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.^^

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