Sonntag, 22. März 2015

Wenn man 200 Seiten die falsche Geschichte erzählt ...

Wo ist bloß der Februar geblieben? - Jetzt haben wir schon Ende März und eigentlich wollte ich schon längst mit meinem Manuskript zu Ende sein und tief in der Überarbeitung stecken, doch wie das Leben halt so ist, kommt es erstens anders und als zweitens als man denkt. Doch als ich schon einmal etwas vorarbeiten wollte und das bisherige, was ich bis jetzt schon geschrieben hatte, überarbeiten wollte ist mir eines aufgefallen: Der Anfang ist ganz anders geschrieben, als das restliche Manuskript! Verdammt, dachte ich mir, aber was soll’s, da muss ich jetzt durch, denn ich wollte jetzt nicht noch weitere 200 Normseiten wegwerfen und noch einmal vorn vorne anfangen, denn an dieser Version hatte ich jetzt gut ein Jahr lang dran geschrieben. Doch je mehr Seiten ich bearbeitete, merkte ich, dass ich zu viel löschte und und die Seiten immer weniger wurden und ich wusste, dass ich das nicht mehr aufholen könnte, denn in einer Weise rennt mir schlicht und einfach die Zeit weg und das Leben spart gerade nicht an Steinen, die es mir zu Zeit in den Weg legt. Denn das Leben, das ich gerade führe hat so seine Tücken, immer wieder kommt etwas dazwischen das mir die Lust am Schreiben nimmt und mich Wochen daran hindert weiter zu machen, einfach weil dann die ganze Motivation fehlt – auch schlaflose Nächte standen an der Tages- bzw. Nachtordnung.
Doch momentan hat sich das wieder, Gott sei Dank, gelegt. Aber dennoch möchte ich endlich mal diese eine Geschichte zu Ende schreiben, an der ich nun schon gut 4 Jahre lang dran arbeite, doch aus irgendwelchen Gründen meint mein Schicksal, dass es nicht sein soll – anders kann ich mir das nicht vorstellen – oder liegt es doch an mir? Ich habe versucht mit einem Plot zu arbeiten, doch es klappte einfach nicht, ich habe ohne Plot gearbeitet und es will auch nicht klappen.

Ich habe das Manuskript für einige Tage ruhen lassen und dann noch einmal darüber geschaut, aber der Anfang gefiel mir nicht: Er erinnerte mich zu sehr an Harry Potter und genau das wollte ich seit Anfang an verhindern, denn ich möchte nicht, dass die Leser (sollte es je so weit kommen, dass es veröffentlicht wird) denken, dass ich einen billigen Harry Potter Abklatsch geschrieben habe. Denn es tauchen zu viele selbst ausgedachte Dinge auf, die zwar bei genauerem Betrachten den Bezug zu Harry Potter aufbringen, doch ich als Autor der Geschichte, sehe das sofort und das stört mich einfach. Ich möchte etwas anderes schreiben, das ich zwar als eine Mischung mit „Harry Potter trifft auf Stephen King“ beschreiben möchte, doch irgendwie scheine ich mir auch in diesem Punkt zu widersprechen – da sieht man mal wie kompliziert das sein kann.
Jetzt bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich auch genau vor einem Jahr stand: Ich fange noch einmal von vorne an. Dieses Mal mit einem Plot – an dem ich mich auch halten werde. Ich werde einen NaNoWriMo-ähnlichen Monat (vielleicht auch nur zwei Wochen, wer weiß ...) einplanen, an dem ich versuche so viele Wörter wie möglich zu schreiben – und das wird heißen, dass das Lesen zu einem gewissen Punkt eingestellt wird, damit ich mir die Zeit nehmen kann, und ich werde sie mir nehmen, komme was wolle!, um diese Geschichte endlich zu beenden, damit sie nicht mehr in meinem Kopf umhergeistert. 

Kommentare:

  1. Hallo Nico!

    Lass dich nicht unterkriegen! Wenn es wirklich so ist, dass es dir momentan nicht gefällt, dann würde ich einfach noch mal von vorne anfangen. Nicht den fertigen Text umschreiben, sondern neu machen. Ich habe letztens mal gelesen, dass das so ein berühmter Autor immer macht. Er schreibt ein Manuskript und dann schreibt er alles nochmal um zu schauen, ob er es nicht schöner sagen kann. Ich selbst probiere das auch mit einigen Szenen immer wieder und merke, dass die späteren Versionen dann immer die besseren sind. Vielleicht hilft dir das ja, diese kleine Blockade zu überwinden. Oder hast du noch eine andere Idee? Dann versuche es doch erst mal damit. Einfach drauf losschreiben :)
    Bald geht es dann wieder wie von selbst.

    Und das mit dem "umhergeistern" kenne ich gut. Ich hatte das auch für mehrere Jahre und dann war ich auch endlich froh, als die Geschichte draußen war.

    Ich drücke dir also die Daumen, dass du es schaffst :) !!

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    1. Hallo Lisa,

      unterkriegen lasse ich mich auf keinen Fall, und danke für den Tipp. Momentan bin ich gerade dabei die Geschichte noch mal von vorne zu schreiben bzw. einen Plot zu erstellen, an den ich mich halten werde - so gut es geht, denn ich kenne mich zu gut und weiß, dass ich hier und da noch die ein oder andere Idee mit einbauen werde, die mir dann später bestimmt noch einfallen wird. Bei mir war es auch so gewesen, dass die späteren Versionen dieser Geschichte mir immer ein wenig mehr gefallen haben und jetzt denke ich, dass ich an der finalen Version schreiben werde . es fühlt sich einfach richtig an. :)
      Das mit dem einfach drauf los schreiben, hatte ich bis jetzt die ganzen Jahre gemacht und es hat mir aber leider nur bis zu einem bestimmten Punkt geholfen und danach ging dann gar nichts mehr, da die Geschichte zu komplex, und ich selber den Überblick verloren hatte, daher möchte ich auch den Plot ausarbeiten, damit ich festgesetzte Punkte in der Geschichte habe und weiß, wohin die Reise geht.

      Das umhergeistern ist echt schlimm, am liebsten würde man die ganzen Ideen aufs (virtuelle) Papier bringen und ganz schnell fertig haben, am besten schon gestern, denn ich habe so einige Ideen, die ich gerne noch schreiben möchte, darunter noch zwei Romanprojekte und zwei Drehbücher.

      Vielen lieben Dank und liebe Grüße!

      P.S. Wie sieht es denn bei deinem aktuellen High-Fantasy-Projekt aus? :)

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    2. Das mit dem Plot ist auf jeden Fall schon mal ein Anfang. Das kann sehr hilfreich sein. Für mein aktuelles Projekt mache ich das auch weil ich gemerkt habe, dass es so viel einfacher ist und nicht an den Punkt komme, wo ich mich total verzettelte. (Wie das bei einem anderen Projekt gerade der Fall ist... urgs.)

      Das mit dem einfach drauflosschreiben meinte ich auch nicht im Bezug auf einen ganzen Roman, sondern eher auf eigene Ideen, die dir so im Kopf rumspuken, wenn auch ganz zusammenhangslos. Das hilft auch manchmal. Und wenn es um Barbie geht, die Ken beim Rumknutschen mit dem Teddybär erwischt. Das macht den Kopf frei. Zumindest hilt mir das. Ich probiere auch alles mal aus :D !

      Jaaaaa. Es wäre schön, wenn man seinen Plot irgendwo abgeben könnte und dann wird das geschrieben und schwupps, hält man es in Händen. Geht mir auch so xD Ich habe mein erstes Manuskript beendet (das High Fantasy Ding mit viiiel Liebe :D ) und habe aktuell 3 andere angefangen. Einmal den Spin-Off davon, dann den Anfang einer neuen Reihe in der es entfernt um Urban Fantasy geht und noch eine Dystopie... deswegen beschäftige ich mich momentan auch viel mit so Schreibzeugs und was einem da helfen kann xD

      Was ich bisher gelernt habe: Immer weiter machen xD Dann wird das schon.

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    3. Ja das mit Verzetteln kenne ich auch zu genüge, ich habe einen ganzen Koffer voll mit Zetteln, Heftern und Notizbüchern ... Alles Ideen die es in die Geschichte geschafft haben oder nicht, oder auch einige Szenen.
      Ach so, so habe ich das auch schon in einigen Ratgebern und den Tiefen des Internets gelesen. Das mit dem drauflos schreiben mache ich meist auch nur am Anfang einer Geschichte, um so überhaupt einen Anfang zu finden und zu schauen, wohin sich die Geschichte entwickelt - meist sind das dann zwei Kapitel und danach machte ich mir dann immer einen groben Plot, an den ich mich dann nie wirklich gehalten habe. :D
      Aber ich bin da auch für alle Tipps und Tricks offen. ^^

      Na ja da gibt es ja die netten Ghostwriter, aber habe mal das Geld um die zu bezahlen ... :D
      Was mir auch manchmal fehlt ist die Motivation, da versuche ich diese dann mit Hilfe von Interviews von meinen Lieblingsautoren wiederzuholen, was hin und wieder auch ganz gut klappt und wenn nicht, staut es sich so lange an, bis es herausplatzt - ob das gesund ist oder nicht, wird sich bestimmt noch zeigen - das ist so eine kleine Selbststudie XD
      Aber eines ist sicher: Das Manuskript möchte ich bis zum Ende des Jahres beendet haben, dann arbeite ich schon 4 Jahren daran und langsam wird’s Zeit, dass auch diese Geschichte ihr Ende findet. :D

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  2. Ich finde, du könntest ruhig auch an deiner bisherigen Version festhalten. Auch wenn es vielleicht "Harry Potter" ähnlich ist, so hat sich doch dein Plot verselbstständigt, was wie ich finde immer ein gutes Zeichen ist. Aber die endgültige Entscheidung musst natürlich du treffen. Was auch immer du machst: Viel Erfolg damit!

    Liebste Grüße,
    Nazurka

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    1. Die Stellen die mich an der bisherigen Version zu sehr an Harry Potter erinnerten sind alle am Anfang der Geschichte zu finden, doch nach und nach wurde die Geschichte "realer", das heißt die selbsterfundenen Wesen und Kreaturen und was ich noch, brauchte ich im weiteren Verlauf nicht mehr und dieser Cut der da ist der das Harry Potter ähnliche mit dem letzten realeren Teil der Geschichte trennt, ist einfach zu abrupt und auch gefiel mir der Anfang nicht mehr so richtig. Vielleicht ergibt sich noch eine Geschichte, in der ich die Wesen und Kreaturen gebrauchen könnte und wenn ich so nachdenke, vor dieser bisherigen Version gab es eine anderen die zu einem Teil in der realen Welt und einem anderen Teil der Geschichte in einer High-Fantasy Welt spielte. Die Idee an sich war interessant, doch leider konnte ich mich nicht sehr damit anfreunden. :D

      Vielen lieben Dank!
      Liebe Grüße,
      Nico

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  3. Hallo Nico,

    es ist ziemlich frustrierend wenn man liest, was dir momentan so passiert. Schade, dass es dir nicht vergönnt ist, zu schreiben. Aber ich würde sagen, lass dich nicht unter kriegen! Versuche trotzdem das zu Schreiben was du magst, mir all der Liebe und Energie, die du dafür aufbringen kannst und magst.

    Ich meine, klar ist es Arbeit und es ist verdammt noch mal nicht leicht, etwas zu machen, das man nicht schon irgendwo her kennt. Das ist irgendwie Fakt. Trotzdem, nicht entmutigen lassen und falls du mal eine Objektive Meinung brauchst helfe ich dir gerne weiter.

    Wie man ja die letzten Tage sehen konnte, habe ich erste Erfolge erzielt beim Schreiben, aber momentan mache ich das eher um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es so abläuft, wie ich mit Manuskripten und Ideen schreiben kann. Hab mein allerersten Plot entwickelt und jetzt geht es daran die Geschichte in eine Rohfassung zu bringen, wie es passieren könnte. Das passiert alles von alleine, wenn man sich Gedanken darüber macht.

    Liebe Grüße und viel Motivation für dich!
    Henrik

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    1. Ja das ist ziemlich frustrierend, irgendwie scheint es so zu sein, als wolle das Schicksal gar nicht, dass ich mit der Geschichte auch nach 4 Jahren nicht fertig werden soll. Aber da kämpfe ich schön gegen an :D

      Momentan fängt die Muse wieder an ihre Arbeit zu machen, was mich natürlich freut - ein Teil meines Plots steht auch schon, bin aber noch auf der Suche nach dem besonderen Etwas. Das heißt auch, dass ich den Plot zu Vitam in der Sidebar noch einmal total umgekrempelt habe - also der Plot in der Sidebar ist Schnee von gestern. :D
      Dass das Schreiben keine einfach Arbeit ist, war mir von Anfang an klar, aber ich mache es trotzdem gerne, denn ohne kann ich nicht, egal ob es nur eine Kurzgeschichte ist oder ein ganzer Roman. Ich liebe das Schreiben einfach und mir auch in den letzten Wochen aufgefallen, dass viele Buchblogger auch die Liebe zum Schreiben von Geschichten gefunden haben, was natürlich auf der einen Seite Futter für die Buchblogger bedeutet - sofern denn die Schreiberlinge ihre Geschichten veröffentlichen. ^^

      Was ich dir empfehlen kann ist der NaNoWriMo, das für mich letzten November ein totaler Ansporn mit tausenden anderen zur "selben" Zeit zu schreiben und in den 30 Tagen habe ich immerhin 25.000 von 50.000 Wörtern geschrieben, was schon mal ein schöner Sprung nach vorne war.

      Auf dein Angebot komme ich gerne noch einmal zurück - ich melde mich dann bei dir, wenn ich mich mal festgefahren habe oder ich mal eine Meinung brauche. :)

      Liebe Grüße und vielen Dank!
      Nico

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    2. Ich denke, mit neu geschöpfter Energie entgehst du diesem Schicksal und zeigt einfach mal den Besten Finger deiner Hand in diese Richtung. :D

      Zur Hölle damit!

      Ich finde, dass man im Plot gar nicht zu sehr auf Details eingehen sollte, eher einen Groben Umriss einer Geschichte aubauen sollte, was etwa einem Klappentext ähnlich kommt, dann kann man sich natürlich immer noch tiefere Gedanken machen, auf die Suche nach dem "Etwas" gehen, im Nachhinein noch etwas dazu erfinden, weil es nicht fehlen darf etc.
      Das ist gut, wenn du nicht ohne kannst, dann verlierst du auch nicht die Geduld! :D
      Eine Kurgeschichte erscheint mir ein gutes Mittel um das Feingefühl für seinen Arbeitsstil herauszufinden, ohne dabei einen großen Aufwand (von 4 Jahren) zu betreiben oder etwas Publikationswürdiges hervorzubringen, wobei es schon toll wäre, wenn es Veröffentlichungsfähig wäre. Aber meine Kurzgeschichte mag ich eher zum Üben und Selbsfinden nutzen. Es ist jetzt auch nichts sonderlich neues oder andersartiges.

      Ich hab da ehrlich gesagt keinen genauen Überblick, ich kenn da ein paar, die auch schreiben, aber das wars schon.

      NaNoWriMo ist schon wieder mit Zwand und Zeit gebunden, weiß nicht, ob das für mich Infrage komt.. ich bin in Facebook in der Gruppe von Jennifer Jäger (Schreibnacht.de), dort finden sich immer wieder Leute, mit denen du Spontan schreiben kannst zur selben Zeit, kann ich dir auch mal ans Herz legen. :)

      Ich bin jederzeit bereit zu helfen, so gut wie es geht. Wir mögen ja auch das selbe Genre, da kann das sicher hilfreich sein.

      Liebe Grüße
      Henrik

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