Donnerstag, 19. Juni 2014

Lesung: Kai Meyer - Phantasmen in Magdeburg

Jaha, diesen Post  wollte  ich schon  vor  einigen Tagen  online  haben, aber  irgendwie schleift  das  hier - aber das  hängt  mit  zwei Dingen zusammen einmal meiner  Harry Potter-Re-Read-Challenge, die  in rund 6 Wochen  startet und andererseits mache  ich mir  einige Gedanken, zu meiner  Geschichte, an der ich momentan noch schreibe. Aber  davon  gibt's  im kommenden Monatsrückblick  mehr. :D

Letzte Woche Dienstag  habe  ich auf Facebook gesehen, dass Kai Meyer am 12.06.2014 eine Lesung zu Phantasmen  in Magdeburg hatte.  Ich  musste das erst  einmal  zwei Mal lesen - ein bekannter Schriftsteller in Magdeburg? Kann das sein? Und es war  so.  Und da ich  nur knapp eine halbe Stunde  mit dem Auto von Magdeburg entfernt wohne  und  ich  mir diese Chance  nicht  entgehen lassen  wollte, musste ich  da so schnell  wie  es  nur  geht hin. 
Dann kam das große  böse ABER: Für'n Zugticket war  kein Geld da bzw. anders verplant, mein Bruder hatte  kaum noch Sprit im Tank usw. ... Die Abers  häuften sich  und  wurden  immer  mehr. 
Aber  nach  langem Hin- und Her fanden  wir  doch noch eine Lösung  und  mein Bruder  konnte  mich zur Lesung  fahren. Das war  auch ganz lustig, denn  das alles  hatte  sich  im letzten Moment ergeben, so dass  wir um punkt 17 Uhr losfuhren -  die Lesung  begann 17:30 Uhr. Bis  zur Hälfte der Strecke ging  alles glatt, aber dann, an einem Bahnübergang senkten sich die Schranken  und  ein Güterzug  schlenderte seelenruhig  an  uns vorbei. Ich  kochte  vor  Wut - ich  bin ein pünktlicher Mensch  und  kann es  einfach  nicht  leiden, zu spät  zu einem Termin  oder Ähnlichem zu kommen. Am liebsten  wäre  ich  ausgestiegen  und  hätte  den Zug  angeschoben ...
"Ich sehe  es  kommen, ich  bin der  letzte der da ankommt! Wetten die  drehen sich alle  zu mir  um?!.", sagte  ich  zu meinem Bruder, der  seelenruhig  am Steuer  saß.


 Als  ich in Magdeburg  ankam, bin  ich  so schnell ich  konnte die zur Zentralbibliothek. 
Ich  hatte  natürlich  keine Ahnung  wie  die  aussah und  als  ich (unwissentlich) davor stand,  fragte  ich  noch  jemanden, wo  die Bibliothek sei. Die Frau, die  ich gefragt  hatte,  zeigte wortlos  mit  der Hand  zum Eingang, 10 Meter weiter. XD


Der  Mann, am Empfang wusste wohl schon warum  ich da war, er  sah gelangweilt  aus  und  deutete  wortlos  mit der Hand in Richtung  des Sitzbereichs.  Zwar  drehten sich  nicht  die  ganzen Leute  um - ein paar taten es  doch, doch war  mir  das dann egal. Ich setzte  mich  in die vorletzte Reihe -  die besten Plätze  vorne waren schon, wie  könnte es auch anders  sein, besetzt. 
Ich  mit  meiner  Kurzsichtigkeit, sah Kai Meyer  nur verschwommen  und  da mir  das  nicht  viel nützte, blickte  ich  auf  den leeren Stuhl vor  mir. Es sah  für Kai Meyer  bestimmt  so aus, als  wäre  ich eingeschlafen :D 
Nach  einer  halben Stunde, konnten die Zuhörer  natürlich auch Fragen stellen. Da sich keiner  traute, anzufangen,  brach  ich einfach das Eis und  fragte: "Wie  sieht  bei Ihnen denn so ein typischer Schriftsteller-Alltag aus?" 
Was  Kai Meyer  nun wortwörtlich  antwortet  weiß  ich  nicht  mehr, aber  sagte dass er  versuche  am Tag 10 Seiten zu schreiben. Das klappt  nicht  immer, da  man sich  vom Internet (Facebook, Mails, Twitter usw.) ablenken  lasse. Er  sagte auch, dass er seine Bücher  vorher sehr  genau plant und  die  meisten Exposés haben  so  um die 40-50 Seiten und  das er  für  das Planen  einer  Geschichte meist  einen Monat oder  vielleicht auch ein paar mehr benötigt. 

Jemand anderes fragte dann noch, ob es eine Verbindung zwischen Lionheart  und der Antipathie von Rain gegen die Löwe gebe. Da sagte Kai nur, dass er  nun schon der zweite gewesen sei, der  ihn darauf  ansprach  und er selber es  erst  dann  mitbekam, als  er  darauf  angesprochen wurde. Aber eine Verbindung  gibt  es  dazu nicht. 

Nach der Fragerunde, ließ  ich  mir  noch schnell das Buch signieren  und  fragte Kai Meyer ob es denn  möglich sei ein Foto machen  zu können.  
Ignoriert  mich, ich bin so
unfotogen :D
Natürlich  nach der Signierrunde. Ich wartete  und  setzte  mich  in die  zweite Reihe, unterhielt  mich mit einer Bibliothekarin - ich nehme  mal an, dass es eine  war, denn sie hatte
ein Gästebuch  in der Hand  gehabt.  Kai hatte  sich  mit ein paar anderen Fans  in einem Gespräch  vertieft  und als ich  angefangen  habe,  zu tagträumen, hörte  ich - ja  keine Ahnung was  ich  genau  hörte,  ich  hörte nur, wie  Kai Meyer  etwas sagte, und aus seinem Sessel aufstieg und  von der kleinen Bühne  kam.Ich stand  in der Zwischenzeit  auch auf  und  als Kai Meyer  sich neben mich stellte, sagte  ich  nur: "Meine Güte  sind Sie groß!" - ich hatte mir Kai Meyer etwas kleiner  vorgestellt - aber er  müsste  so bestimmt  an die 2 Meter  groß ein :D

Ich freute  mich riesig, wünschte Kai noch ein schönes Wochenende und  verschwand dann wieder.  Das war meine zweite Lesung, auf der ich  war, aber meine erste Kai Meyer-Lesung.
Die  andere Lesung  war  auf der LBM 2012 von Wolfgang Hohlbein. 

Von  mir  aus, könnten sich ruhig  ein paar Schriftsteller  mehr  nach Magdeburg oder Burg verirren. :)

Wart ihr  auch schon  mal auf einer Lesung? Wenn ja auch welcher?

- Cheerio 

1 Kommentar:

  1. Schöner Bericht =) Ich war jetzt im Mai & Juni auf einer Lesung von ihm und kann bestätigen das er sehr groß ist, ich kam mir mit meinen 1.77m arg klein neben ihm vor =)

    LG Sheena

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