Mittwoch, 12. Juli 2017

»Die sieben Farben des Blutes« von Uwe Wilhelm



In Uwe Wilhelms Roman Die sieben Farben des Blutes, verfolgen wir die Geschichte von Helena Faber, einer erfolgreichen Staatsanwältin in Berlin. Helena Faber ist intelligent, zielstrebig und hartnäckig. Hat sie sich erst einmal an einem Fall festgebissen, kann sie sich von diesem nicht mehr losreißen. Ganz besonders bei dem Fall Dionysos. Dionysos ist Berlins aktueller Schrecken. Helena ist die einzige in der Staatsanwaltschaft, die glaubt, dass die Morde von Dionysos, welche Berlin vor einem Jahr in Angst und Schrecken versetzt hat,  noch lange nicht vorbei sind. Erst als die neue Berliner Wirtschaftssenatorin Ursula Reuben auf die selbe brutale Weise ermordet wird, wie es für Dionysos typisch ist, geht der Horror in Berlin weiter. Die Staatsanwaltschaft steht unter Druck und  gleichzeitig vor einem Rätsel. Wieso hinterlässt Dionysos keine Spuren?

Samstag, 1. Juli 2017

»Fay« von Larry Brown




Wenn ich an die Südstaaten der USA denke, habe ich gleich die Bilder von flirrender Luft vor Augen, sehe meilenweit nur Flachland mit leichten Erhebungen und Äcker rund um mich herum, in meinen Ohren summen die Insekten und hoch über mir, an einem strahlend blauem Himmel scheint erbarmungslos die Sonne. Ich könnte auf der Veranda sitzen, eine Limonade oder einen Eistee schlürfen, oder ich würde mich im Garten im Pool abkühlen. Diese Vorstellung hat schon etwas unbeschwert romantisches, finde ich.
Doch diese Romantik sucht man in Larry Browns Fay vergebens.

Siebzehn Jahre hat es gedauert, bis Fay aus den USA zu uns nach Deutschland kam. Fay ist im amerikanischen Raum fast schon ein Klassiker, wunderlich, dass es so lange gedauert hat, bis wir in den Genuss kommen dürfen.

Inhalt:
Unerfahren, ungebildet und ungeliebt. Ein Zuhause kann man die Hütte im Wald nicht nennen, in der die siebzehnjährige Fay mit ihrem gewalttätigen Vater und den beiden jüngeren Geschwistern lebt. So beschließt sie eines Tages, aus dem Hinterland von Mississippis abzuhauen. Mit nichts als einer halben Packung Zigaretten und zwei Dollar in der Handtasche macht sie sich auf den Weg nach Süden Richtung Meer. Viele Männer kreuzen ihren Weg, nicht alle meinen es gut mit ihr.
Und nicht alle überleben die Geschichte.

Meinung:
In Larry Browns Roman, Fay, der nun endlich nach Deutschland gekommen ist, begleiten wir das siebzehnjährige und bildhübsche Mädchen Fay, die in einer Hütte in einem Wald wohnt. Ihr Alltag besteht aus schwerer Schufterei auf den umliegenden Feldern, und der unbarmherzigen Gewalt ihres Vaters. Sie träumt davon im Süden ein besseres unbeschwerteres Leben zu führen, von einem eigenem Haus in Biloxi.
So macht sie sich eines Tages, besser gesagt, eines Abends auf den Weg. Verlässt barfuss und mit wenigen Dollarscheinen in ihrer Tasche, ihr Heim. Verlässt ihre schwache Mutter, und ihre geliebten Geschwister. Fay hat die Schule nur wenige Jahre besucht, da ihr Vater der Ansicht war, dass dies nur Zeitverschwendung sei, dementsprechend hat sie von der Welt um sich herum keine Ahnung. Noch am selben Abend, an dem sie in Richtung Süden aufbricht, trifft sie auf eine Gruppe von Jungs und entgeht nur knapp einer Vergewaltigung.

Freitag, 23. Juni 2017

Fore edge Friday - »The Secret Garden« von Frances H. Burnett



Im heutigen Fore edge Friday-Beitrag geht es nicht um marmorierte, vergoldete oder mit Farbe verzierte Buchschnitte, sondern viel mehr um eine andere Art der Buchschnittverzierung, der du vielleicht hie und da auch schon begegnet bist: dem sogenannten Büttenrand oder wie es im Englischen heißt deckled edge.

Bis vor ein paar Jahren habe ich diese Art des Buchschnittes noch gar nicht gekannt. Diese Ausgabe von The Secret Garden, habe ich vor besagten Jahren einmal gewonnen und als ich das Päckchen öffnete und den Buchschnitt sah, dachte ich erst, dass die Buchbinderei vergessen hatte, den Buchblock auch an der Seite zu beschneiden. Nach einigen Klicks im Internet fand ich dann heraus, dass dies alles seine Absichten hatte und dieser unbehandelte Seitenschnitt Teil der Verzierung ist.

Montag, 19. Juni 2017

Marbled Monday: »Handbuch für Schriftsetzer« von Friedrich Bauer



Wenn man sich eine Weile mit dem traditionellem Buchbinden beschäftigt, dann stößt man früher oder später über die Einbandgestaltung der Bücher. Viele kennen die Ledergebundenen Kodexe aus dem Mittelalter, andere die in Leinengebundenen Koch- oder Tagebücher ihrer Eltern oder Ureltern. Oder sonstige andere Bücher, welche in den unterschiedlichsten Materialien gebunden wurden. Ein ganz besonderer Schatz beim Buchbinden sind die Buntpapiere wie das Marmorpapier. Und genau um diese Gestaltungstechnik, soll sich in dieser neuen Beitragsreihe alles drehen. Denn nicht nur für Einbandpapier wird diese Technik benutzt, sondern auch wie in diesem Fore edge Friday-Beitrag zu sehen ist, wurden bzw. werden noch immer mit dieser Technik auch Buchschnitte verziert.